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Zu Fuß durchs Sülztal - Der Weg ist das Ziel
Der Weg ist das Ziel! Unter diesem Motto wanderten interessierte Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder
des Vereins "Lebenswertes Sülztal" e.V. und Mitglieder des Rheinisch Bergischen Naturschutzvereins
(RBN) auf der Trasse des geplanten Rad-und Wanderweges zwischen Overath-Untereschbach und
Rösrath-Lehmbach. Eingeladen hatten die SPD Ortsvereine Overath und Rösrath und der SPD
Landratskandidat Gerhard Zorn.
Die Wanderung, an der bei
schönstem Herbstwetter mehr
als 60 Personen teilnahmen,
diente der Information und des
Austauschs. Fest steht, dass
die SPD in Rösrath und Overath
die Idee, einen attraktiven
naturnahen Rad-und
Wanderweg entlang der Sülze
neu zu schaffen, aktiv
unterstützt. Auch Mark vom
Hofe, Vorsitzender des RBN
begrüßte die Initiative zum Bau
dieses Weges ausdrücklich!
Unterschiedliche Ansatzpunkte
gibt es jedoch in Detailfragen.
Gerhard Zorn: "Der heutige
Weg der Wanderung dient auch
dem Dialog. Alternativen zu
dem Vorschlag des Vereins
sollen an der Strecke und nicht am grünen Tisch
angesprochen und aufgezeigt werden. Ich
möchte so den Dialog konkret führen. Politik und
Bürgerschaft müssen sich immer vor
Entscheidungen vor Ort informieren und sich
untereinander austauschen!"
Hasbron-Blume stellte während der Wanderung
in vielen Einzelpunkten die Ideen des Vereins
"Lebenswertes Sülztal" e.V. dar. Er erntete für die
Vorschläge viel Beifall und Unterstützung. Der
vorgeschlagene Weg führt in weiten Teilen
entlang der Sülze und kann so zu einer
naturnahen Wanderer-und Radfahrerstrecke
werden, an der die Nutzer die Natur erleben und
Informationen zur Landschaft, der die prägende
Natur und der Kulturgeschichte erhalten.
Deswegen sind an der Strecke Lernstandorte
vorgesehen zum Beispiel zur Geschichte des
Lüderich, zur Grube Grünewald, zum alten Wehr
am Hammergraben und zur Natur des
Auenwaldes. Alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer waren sich darin einig, dass die
Reparatur des bestehenden Radweges entlang
der Straße zu diesem naturnahen Rad- und
Wanderweg keine Alternative ist.
Marc vom Hofe zeigte zwei konkrete
Änderungsvorschläge des RBN auf. So könnte
der Weg von Untereschbach kommend auf der
Wiese am rechten Ufer der Sülz geführt werden,
um so eine möglicherweise aufwändige
Wiederherstellung einer Brücke einzusparen.
Diese kann in ihrem bisherigen Zustand
bestehen bleiben, müsste aber möglicherweise
bei einem Ausbau des Weges ausgebaut
werden. Der zweite, dem RBN sehr wichtige
Punkt ist der Erhalt des Auenwaldes ohne
Eingriff in dessen natürliche Situation. Der
Auenwald ist nach Einstellung des Bahnverkehrs
entstanden und stellt heute ein kleines Stück
unberührte Natur dar. Der Rad- und Wanderweg
durch den Auenwald hindurch würde zu einem
erheblichen Eingriff führen. Der RBN plädiert
daher dafür, den Weg am Auenwald
entlangzuführen.
Gerhard Zorn sprach sich ausdrücklich dafür
aus, gerade beim letzten Punkt beide
Alternativen wertneutral zu prüfen. Für ihn
spricht vieles dafür, einen naturnahen Weg nicht
durch einen bislang unberührten Wald hindurch
zu führen, wenn es hierzu gleichwertige
Alternativen gibt. Zorn: Der beste Verlauf des
Weges muss im Gespräch mit allen Beteiligten
unter dem Gesichtspunkt des Naturschutzes,
des Hochwasserschutzes, der Kosten und der
konkreten Eigentumsverhältnisse geklärt
werden."
Die anwesenden Ratsmitglieder, die Vertreter
des Vereins, des RBN und Gerhard Zorn waren
sich darin einig, dass die Finanzierung des
Projekts umfangreiche Mittel der
Bezirksregierung Köln und des Aggerverbands
als Eigentümer wesentlicher Flächen erfordern.
Hasbron-Blume und Gerhard Zorn warben für
eine Finanzierung als "Bürgerrad-und
Wanderweg". Hierfür bestehen einerseits
besondere Fördermittel der Bezirksregierung,
andererseits ist aber auch ein Eigenanteil der
Bürgerschaftswahl erforderlich.
Aus Sicht von Hasbron-Blume ist die größte
Hürde des Projekts die zwingend erforderliche
zweite Sülzbrücke in Lehmbach. Nach seinen
Ausführungen muss allein hierfür mit Kosten in
Höhe von 200 - 300.000 € gerechnet werden.
Hierfür die Unterstützung und Finanzierung
sicherzustellen sei noch ein hartes Stück Arbeit.
Nach etwa zwei Stunden Wanderung fühlten
sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer besser
informiert als bisher. Die Wanderung an der
Sülze hat den Wunsch nach einem gut
ausgebauten Rad- und Wanderweg noch einmal
deutlich verstärkt.
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kleine Bilderstrecke von der Wanderung
Fotos 2-10 Martin Schumaier