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Sören Link in Overath: „Die Bürger wollten den Schulfrieden“
Zu einem Fachvortrag zum Thema
Schulen begrüßte SPD-Landratskandidat
Gerhard Zorn den schulpolitischen
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion
Sören Link aus Duisburg. In seinem
Eingangsstatement zeigte sich Zorn sehr
erfreut darüber, dass in den Städten
Overath und Rösrath Sekundarschulen
entstehen werden. Er betonte, dass dies
ohne den Schulkonsens, der
voraussichtlich in dieser Woche im
Landtag verabschiedet wird, nicht
denkbar gewesen wäre. Dieser Konsens
von SPD, Grünen und CDU sei ein
Meilenstein in der Schulpolitik NRW.
Zudem zeigte sich Zorn sicher, dass
auch weitere Kommunen im Kreis den
Einstieg in die neue Schulform wählen
werden.
Auf das Thema Schulfrieden zielte dann auch der Referent Sören Link ab: Rot-grün hat nach der
Regierungsübernahme in Düsseldorf auf den Modellversuch Gemeinschaftsschule gesetzt. Über 100
Kommunen, viele auch von der CDU regiert, hatten ihre Absicht erklärt, derartige Schulen
einzurichten. Die CDU hat offen Front gegen den Modellversuch gemacht und auch versucht, ihn
juristisch zu verhindern.
„Das Festhalten der CDU am dreigliedrigen Schulsystem ist gescheitert, der Druck kam aus den
Kommunen, auch aus vielen, in denen die CDU das Sagen hat.“, glaubt Link. Zudem habe das
Hauptschulsterben in vielen Städten und Gemeinden ebenfalls zu einem Umdenken in der CDU
beigetragen und somit erst den Schulkonsens, der dann gemeinsam von SPD, Grünen und CDU
vereinbart wurde, ermöglicht. Link betonte, dass sehr viele Hauptschulen auch jetzt eine
hervorragende pädagogische Arbeit leisten würden und es im Land durchaus auch Hauptschulen mit
gleichbleibend hohen Anmeldezahlen gäbe, dennoch hätte es keinen Sinn mehr gehabt, diese
Schulform den Gemeinden und Städten verpflichtend vorzuschreiben.
Link umriss aus seiner Sicht die wichtigsten Punkte des Schulkonsens: In der Landesverfassung
nimmt man Abstand von einer Festschreibung einzelner Schulformen, es sollen dagegen möglichst
viel Spielräume für die Kommunen entstehen, regionale Bildungsangebote zu schaffen, die sowohl
gegliederte, als auch integrierte Schulen und darüber hinaus auch weitere Modellversuche
ermöglicht. Mit der Sekundarschule wird das gemeinsame Lernen in den Klasse 5 und 6
festgeschrieben, darüber hinaus kann der Schulträger eine Verlängerung des gemeinsamen Lernens
bis zur 10. Klasse ermöglichen. Durch eine verbindliche Kooperation mit Gesamtschulen und
Gymnasien in der Region wird zudem der Weg zum Abitur ermöglicht. Die Klassengröße in der
Sekundarschule wird bei 25 Schülerinnen und Schülern gedeckelt. Mittels eines Sozialindexes
können regional besonders belastete Schulen besser ausgestattet werden, zudem soll es für Schulen
mit inklusiven Unterricht (behinderte und nichtbehinderte gemeinsam) einen Zuschlag an
Lehrerstellen bekommen
Auch in der Grundschule setzt die SPD auf eine Verkleinerung der Klasse aber auch auf einen Erhalt
von Standorten. Hier wird in kritischen Fällen auf Verbundlösungen mehrerer Grundschulen gesetzt,
es gilt das Motto: „Kurze Beine, kurze Wege!“ .
Abschließend hob Link nochmals das Credo der Landesregierung hervor: „Wir lassen kein Kind
zurück“ und betonte in diesem Zusammenhang, dass dies nicht zum Nulltarif und nur in enger
Kooperation von Eltern, Lehrkräften, Politik und Kommunen zu leisten sei
v.l.n.r.: Gerhard Zorn, Sören Link, MdL und Ruth Rocholl,
Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt Overath
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