Der Weg ist das Ziel! Fahrrad- und Wanderwege in Overath!  Lassen sich solche Wünsche und  Träume realisieren? Gibt es überhaupt einen Bedarf?  Passen solche  Visionen in eine Stadt, die große finanzielle Probleme und auch wohl die  nächsten Jahre noch mit ihrem Nothaushalt zu tun hat? Alles berechtigte  Fragen. Nur wo Fragen gestellt werden, sollten auch Antworten gege-ben  werden können! SPD Overath wollte das Thema Rad- und Wanderwege in Overath im  Rahmen einer öffentli-chen  Veranstaltung diskutieren und hat am 15.06.2011  zu einer Bürgerversammlung im Sülztal eingeladen. Die Gaststätte "Zur Sülz"  sollte deshalb auch die richtige Adresse sein. Offensichtlich trifft das Thema  Rad- und Wanderweg auch den aktuellen Zeitgeist. Im Mai hat der Rheinisch-Bergische Kreis im Rahmen der Regionale 2010  einen Raderleb-nistag durchgeführt. Unsere Nachbargemeinde Rösrath  verfügt über eine gewisse Strecke als Rad- und Wanderweg parallel zur Sülz  und könnte sich vorstellen diesen in Richtung Overath erweitern. Overath  selber hat grundsätzlich eine gute Infrastruktur - aber keine Rad- und  Wanderweg an den Flüssen. In Lindlar ist ein Rad- und Wanderweg auf der  ehemaligen Bahntrasse vorgesehen. Der angedachte Weg geht vom Gewerbegebiet Lehmbach in Rösrath vorbei an der Kläran-lage über den  alten Bahndamm, hinter dem Fröhlinggelände, überquert die Sülz und läuft parallel an der Sülz unterhalb  des Golfplatzes weiter nach Untereschbach. Von Untereschbach bis kurz vor Immekeppel ist bereits ein  befestigter Weg neben der Sülz. Erst ab Immekeppel ist der Bahndamm wieder ersichtlich, leider zahlreich  unterbrochen, aber dennoch erhalten und begehbar. In Rösrath hat sich die Initiative "Lebenswertes Sülztal" gegründet. Der Vorstand der Projekt-initiative  "Naturnaher Sülztalweg" hat einem kleinen Einführungsvortrag gehalten und stellten ihre Pläne vor und  ernteten eine breite Zustimmung. Als weiteren Gast könnten wir unseren Beigeordneten Wolfgang Bürger  begrüßen. Durch seine fachkompetenten Stellungnahmen und Erläuterungen konnte das Thema sehr  konstruktiv diskutiert werden. Allen Beteiligten ist klar, dass ein solches Projekt nicht mal eben umgesetzt  werden kann. Teile der benötigten Flächen liegen in Landschafts- oder Naturschutzgebieten. Es gibt  Grundstücke, die im Privateigentum liegen. Und, letztendlich muss das Ganze auch noch solide finanziert  werden. Auf jeden Fall wurde seitens der Verwaltung Zustimmung signalisiert.  Fazit dieses Abends: Durch  dieses Projekt kann die Identifikation von Bewohnern der beteiligten Kommunen ge-stärkt werden. Der Ort  und die Region werden als lebenswertes Umfeld und auch als Tou-rismusziel begriffen. "Als Vorsitzender der SPD Overath sehe ich eine veränderte und bessere Gestaltung der Rad- und  Wanderwege in Overath nicht nur als parteipolitisches Projekt, sondern vielmehr suche ich eine breite  Unterstützung in ganz Overath. Dass die Bürger, nicht nur im Sülztal, an einer naturnahen Erschließung in  ihrem Nah- und Lebensbereich interessiert sind, lässt die Hoffnung und den Wunsch nach einer besseren  Infrastruktur aufkommen."   Jörg Weigt Vorsitzender der SPD Overath Stadtrat in Overath: „Besser als das Fernsehen“ Diesen Satz sprach ein Ehepaar nach der letzten Sitzung des Stadtrates im  Januar, bei der es zum Ende hin doch noch turbulent wurde aus.  Der letzte  Tagesordnungspunkt, den die CDU, Zitat: „bereit ist, hier und heute schnell  durch zu winken…“ klang einfach und absolut einleuchtend: Wir ändern  heute mal schnell den Gesellschaftsvertrag der SEGO  (Stadtentwicklungsgesellschaft Overath GmbH), damit diese dann die Mensa betreiben kann. Netter Nebeneffekt: wir ziehen uns so fast 600.000 Euro  Vorsteuer. Auf die Frage der SPD, wieso die Mensa denn nun auf einmal mit  3,5 Mio. Euro zu Buche schlägt, kam erst keine Antwort, dann verschiedene  Versionen aus dem Verwaltungsvorstand. Zu dem Beschlussvorschlag gab  es keinerlei Darstellung irgendwelcher Finanzströme oder wie das im Detail  denn laufen solle. Als die SPD dann um Vertagung bat, damit man dies  nochmal beraten könne, wurde allen Ratsmitgliedern die Pistole auf die  Brust gesetzt. Der 1.Beigeordnete erklärte, dem müsse heute unbedingt so  zugestimmt werden, ansonsten würde der Bau evtl. nicht rechtzeitig fertig  und dann müsse die Stadt die Mittel aus dem Konjunkturpaket II  zurückzahlen.  SPD und Grüne konnten in einer langen Diskussion den Rest  des Hauses davon überzeugen, diesem unausgegorenen Irrsinn nicht zu zustimmen. Zum Glück muss man heute sagen, denn bereits wenige Tage später stellte sich heraus, dass ein Betrieb der Mensa durch die  SEGO rechtlich gar nicht zulässig ist. Da fehlen einem die Worte. Das einzige was noch schlechter als die  Vorbereitung dieses Themas ist, ist das desaströse öffentliche Erscheinungsbild des Verwaltungsvorstands, wo jeder dem anderen die Schuld für die höheren Baukosten zuschiebt. Daran ändert auch die „teilweise in  Sack und Asche“ gehaltene Erklärung des Bürgermeisters nur wenig. Wenn man eine Machbarkeitsstudie  in Auftrag gibt und diese 2,3 Mio. Euro Kosten ergibt muss es doch möglich sein, in diesem Kostenrahmen  eine Mensa zu bauen?! Die Mehrkosten (zwischenzeitlich lag man bei fast 4 Mio. Euro) werden „sauber  abgeheftet“ und nicht an die zuständigen Gremien kommuniziert. In der Wirtschaft wäre man wohl  spätestens an dieser Stelle seinen Arbeitsplatz los. Da kann man noch so lieb um Verzeihung bitten. Schön  wäre es, wenn regelmäßig mehr Bürgerinnen und Bürger dem regen Treiben im Stadtrat folgen würden,  denn: das ist besser als jeder Fernsehfilm. Andreas Koschmann Versöhnen statt spalten, Herr Deppe! „Overath muss fürs Ruhrgebiet bluten“ titelte die CDU Overath in Form ihres  Chefdemagogen MdL Rainer Deppe im vergangenen Mitteilungsblatt. „Und  jetzt?“ fragt sich da der geneigte Leser zu Recht. In vergangenen  Jahrhunderten, da gehört Herr Deppe mit seinen ewig gestrigen Parolen  nämlich hin, hätten sich die Bauern ihre Mistgabeln geschnappt, wären ins  Ruhrgebiet gezogen und hätten, motiviert durch die Brandrede des  Demagogen die eigenen Landsleute, die ihnen an die Tasche wollen „einen  Kopf kürzer“ gemacht. Nun leben wir glücklicherweise im zivilisierten 21.  Jahrhundert und dazu noch im wunderschönen Nordrhein Westfalen. Der  Spruch „Wir in NRW“ prägte in den 80er Jahren das Zusammenwachsen  des Bundeslandes und sorgte für eine gemeinsame Identität – mit allen  ihren unterschiedlichen Facetten. NRW hat seit 1950 inflationsbereinigt  mehr als 40 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich (beispielsweise in Richtung Bayern) geschickt. Ohne diese hohen Zahlungen hätte man den  Strukturwandel sicherlich noch erfolgreicher meistern können. Dennoch hat  man einen Johannes Rau definitiv nie in die Richtung der anderen  Bundesländer polemisieren gehört. Das ist gelebte Solidarität in einem  zivilisierten Land und zeugt von Stil. Den lässt Herr Deppe neben seinen fehlenden Erdkundekenntnissen  (oder seit wann gehören Köln, Mönchengladbach und Bielefeld zum Ruhrgebiet?) in gewohnter Manier  vermissen. Zur Krönung spricht er noch von den „abgestraften seriösen Städten“ und meint damit unter  anderem Overath. Auch da hätte sich Herr Deppe nochmal bei den Kollegen vor Ort schlau machen  können: eine desolate Haushaltslage, verursacht durch überdimensionierte Bauprojekte, ewig ausufernde  Baukosten, Defizite resultierend aus Folgekosten in Millionenhöhe (bei Schwimmbad, Kulturbahnhof etc.)  nennt er seriös? Darüber hinaus zahlt Overath, oder wie Herr Deppe es nennt „blutet“ keinen Cent fürs  Ruhrgebiet – Overath erhält lediglich weniger Geld. Auch dies lässt auf ein typisches Besitzstandsdenken  schließen: an einem finanziellen Status quo darf nicht gerüttelt werden, Sparen „JA“ – aber bitte nicht bei  mir! Mit diesem Denken lassen sich keine Reformen realisieren und jeglicher Fortschritt bleibt auf der  Strecke. Das kann sich Deutschland nicht leisten! Andreas Koschmann 65 Jahre SPD Overath Aktuelle Themen aus Bund und Land LINKS by prodesign-overath Bürgerbüro der SPD Overath Hier finden Sie uns: Hauptstraße 35, (an der Ferrenbergstraße, gegenüber der Overather Kirche) Telefon: (0 22 06) 86 69 68    Telefax: (0 22 06) 86 69 69    Bürgersprechstunde: Montags von 18:00 bis 19:30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung Besuchen Sie uns, wenn Sie Fragen oder Probleme Overath