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Overath
SPD Overath ehrt langjährige Mitglieder
Im Rahmen einer kleinen Feier konnte der
Ortsvereinsvorsitzende Jörg Weigt einige
langjährige Mitglieder ehren.
Horst Altmann für 65 Jahre, Katja Roehse
von-Cube für 60 Jahre
Rudi Tornow für 50 Jahre, Dieter Lohmann
und Peter Rhein für 40 Jahre und Ruth
Rocholl für 25 Jahre.
Die verdienten Mitglieder erhielten
Urkunden und eine Anstecknadel oder
Brosche, sowie eine besondere Flasche
Wein.
Katja Roehse von-Cube wurde für ihre
unermüdliche Arbeit zum Wohle der Partei
besonders geehrt mit einem Grusswort
des Ehrenvorsitzenden im Unterbezirk
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm.
Zum "erklärungsbedürftigen" (Landrat) überraschenden
Haushaltsloch von 25 Millionen Euro
Die Haushaltslage der Stadt Overath hielten wir bislang schon für äußerst schlecht. In der letzten
Ratssitzung aber mussten wir schockiert zur Kenntnis nehmen, dass sie nochmals erheblich schlimmer
ist, als es die bisherigen Haushaltszahlen befürchten ließen. Die Überschuldung und damit vollständige
Pleite der Stadt steht nun schon im Jahr 2014 an, also direkt vor unserer Tür. Wir haben immer vermutet
und dies auch geäußert, dass sie voraussichtlich nicht erst 2017 eintreten würde. Damit hat die Stadt ab
sofort jeglichen finanziellen Spielraum, den sie bisher noch zu haben glaubte, verloren. Overath
unterliegt jetzt nicht mehr nur gravierenden internen Sparzwängen, sondern verstärkt auch einem
Spardiktat von außen - im Extremfall bis zum Einsatz eines "Sparkommissars", der dann über den
Entscheidungen von Rat und Verwaltung steht. Das stellt unserer Stadt im wahrsten Sinne des Wortes
ein "Armutszeugnis" aus, zu dessen Ursachen wir in den vergangenen Jahres ausführlich Stellung
bezogen haben.
Die FDP-Fraktion stellt in dieser Situation zuallererst fest: Man darf jetzt "keine Strukturen zerschlagen",
sondern muss einen kühlen Kopf bewahren, "Sparen alleine" löst die Probleme nicht, wie man am
Beispiel Griechenlands sehen kann. Müssen wir uns da nicht ernsthaft fragen, ob die schwarz-gelbe
Koalition in Overath überhaupt willens und fähig ist, nennenswerte Sparmaßnahmen zu erarbeiten und
zu ergreifen? Offenbar empfindet man Haushaltskonsolidierung dort als eine Zumutung, nicht als eine
dringende Herausforderung. Das erklärt vielleicht auch die Haushaltslage der Stadt ein wenig.
Natürlich ist auch die SPD Overath nicht der Meinung, man solle nun auf-Teufel-komm-raus alle
Angebote und Einrichtungen der Stadt herunterfahren. Das löst weder unsere Finanzprobleme noch ist
es den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber angemessen. Die müssen sich auf ein Mindestmaß an
staatlich geschaffener Infrastruktur verlassen können. Dafür stehen und kämpfen wir seit Jahrzehnten,
im Gegensatz zu anderen Parteien, die immer für einen weitgehenden Rückzug des Staates plädiert
haben, der jetzt durch die Hintertür der erdrückenden Schulden in greifbare Nähe gerückt ist.
Dennoch kann die Verschärfung unserer Haushaltssituation nicht ohne spürbare Konsequenzen bleiben.
Dazu sollte z. B. die Schließung der Sauna im Badino gehören. Sie wurde von uns schon vor langer Zeit
vorgeschlagen und von Bürgermeister Heider kürzlich vage angekündigt. Sie spart erhebliche Kosten
ein. Dazu muss auch gehören, dass jede einzelne noch nicht begonnene Baumaßnahme im investiven
Bereich umgehend daraufhin geprüft wird, ob sie nicht verschoben, verkleinert oder gestrichen werden
kann. Das betrifft auch solche Maßnahmen, denen wir einhellig zugestimmt haben! Viel stärker als
bisher müssen wir uns auf Prioritäten verständigen, diese konsequent anwenden und selbst die uns
allen wichtigen Projekte kostenmäßig auf ein Minimum beschränken.
Die SPD Overath geht davon aus, dass es möglich sein wird, sich im "Arbeitskreis
Haushaltskonsolidierung" innerhalb der nächsten Wochen auf entsprechende Maßnahmen zu
verständigen. Sie werden sicherlich schmerzhaft sein, aber das Ruder zumindest in die richtige Richtung
drehen, nämlich die schrittweise Reduzierung unseres jährlichen Defizits. Das sollte nach Möglichkeit so
frühzeitig geschehen, dass die Kämmerin noch eine Chance hat, dies im Haushaltsplanentwurf für 2012
und die Folgejahre zu berücksichtigen. Bekommen wir einen Sparkommissar, weil wir als nicht sparwillig
gelten, geben wir die Chance vollständig aus der Hand, diese Maßnahmen zumindest noch ein wenig zu
beeinflussen. Das kann nicht im Interesse der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger sein!
So einfach machen wir es uns nicht, wie es sich die Overather FDP macht, indem sie ein
"fremdverschuldetes strukturelles Defizit" als alleinige Ursache unserer Finanzmisere ansieht. Dass ein
Großteil unserer Schulden hausgemacht ist, haben unsere Bürgerinnen und Bürger - auch dank des
Engagements von BiONUS - längst verstanden und haben wir an vielen Beispielen längst belegt.
Gleichzeitig ist unbestritten, dass die finanzielle Ausstattung aller Kommunen verbessert werden muss.
Die rot-grüne Landesregierung arbeitet daran, wie der aktuelle "Stärkungspakt Stadtfinanzen" zeigt, in
dessen zweifelhaften Genuss Overath in den nächsten Jahren wohl auch kommen wird. Einen warmen
Geldregen haben wir davon allerdings nicht zu erwarten, doch kann das auch nicht der Sinn dieses
Programms sein.
Wenn wir wirklich mehr Einnahmen für die Kommunen wollen, müssen sich über ein solches
Hilfsprogramm hinaus alle staatlichen Ebenen und Parteien an einen Tisch setzen, vom Bund bis zu den
Kommunen, um sich im größeren Rahmen über Prioritäten und finanzielle Möglichkeiten zu unterhalten -
oder darüber, wo mehr Geld herkommen soll. Eins ist dabei klar: Dieses Geld fällt nicht vom Himmel -
nicht in Griechenland und nicht in Overath. Wer bisher noch nicht verstanden hat, wie ähnlich die
Situation hier und dort ist, wird das bald schmerzhaft erfahren. Die SPD Overath möchte dem unbedingt
vorbeugen und jetzt Maßnahmen ergreifen, bevor andere dies für uns tun!
Für die SPD Overath
Hans Schlömer
Ruth Rocholl
Jörg Weigt
Haushaltssprecher
Fraktionsvorsitzende
Ortsvereinsvorsitzender
Landtagswahl 2012
Wahlprogramm
Auf dem Landesparteitag am 31. März 2012
haben wir unser Programm "NRW auf gutem
Weg. Regierungsprogramm der NRWSPD 2012-
2017" beschlossen.
Das Programm können Sie sich hier
herunterladen.
SPD Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand
v.l.
Albert Homann, Beisitzer
Kevin Kappes, Beisitzer
Hans Schlömer, Beisitzer
Katja Roehse von-Cube,
Senioren- und Frauenbeauftragte
Jörg Weigt, Vorsitzender
Ruth Rocholl, Beisitzerin
Simon Rocholl, Beisitzer
Peter Rhein, Kassierer
nicht auf dem Foto:
Karl-Heinz Weyers, Schriftführer